Der Columbiadamm zieht sich entlang weniger Kilometer durch die Berliner Bezirke Tempelhof, Kreuzberg und Neukölln. Die besondere Lage zwischen dem ehemaligen Flughafen Tempelhof und dem Park Hasenheide sowie die turbulente und gewaltvolle Vergangenheit des Ortes haben dazu geführt, dass es nur wenige Wohnhäuser entlang der Straße gibt. Dennoch gibt es hier unterschiedliche Spuren und Formen des Wohnens: vom Kurzzeitaufenthalt im Hostel über die individuelle Unterkunft auf vier Rädern, den temporären Schlafplatz im LKW oder die Suche nach einem Ankommen und Normalität in der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften.
Ausgehend von meinen Beobachtungen fangen die Fotos eine Atmosphäre der Peripherie und des Transits ein. Sie zeigen die Übergänge und Überschneidungen zwischen öffentlichem und privatem Raum und das Gefühl des Dazwischen Seins.